Blockflöte

Beschreibung

Blockflöte

Eine Flöte ist ein Holzblasinstrument, bei dem die Luftsäule in dem Flötenkorpus durch Anblasen einer Kante zu Schwingungen angeregt wird. Die wirksame Länge der Luftsäule wird durch Abdeckung und Öffnung von runden Löchern im Korpus verändert.

Die allerersten Flöten der prähistorischen Zeit wurden aus Tierknochen hergestellt. Bei vielen Funden lässt sich nicht mehr rekonstruieren, wie sie gespielt wurden bzw. nicht sicher sagen, dass es sich wirklich um bewusst hergestellte Instrumente handelt, da heute oft nur noch Bruchstücke vorliegen.
Das früheste eindeutige Bild einer Querflöte fand sich auf einem etruskischen Relief aus dem zweiten oder ersten Jahrhundert vor Christus. Das Instrument wurde damals nach links gehalten, erst in einer Illustration eines Gedichts aus dem elften Jahrhundert wurde eine Darstellung einer nach rechts gespielten Flöte entdeckt.

Die Flöten lassen sich in folgende Familien gliedern:

Querflöte, Blockflöte, Okarina, Tin Whistle, Panflöte, Schnabelflöte.

Die Blockflöte ist ein Holzblasinstrument. Sie gehört der Tonerzeugung nach zur Gattung der Kernspaltflöten, der Spielweise nach zu den Schnabelflöten. Weitere Bezeichnungen sind: Flauto dolce (italienisch), Flûte à bec oder Flûte douce (französisch), recorder (englisch) und Schnabelflöte, für die Sopraninoblockflöte auch Flautino.

Die Blockflöte hat eine lange Geschichte. Anfangs war sie nur ein einfaches Holzrohr; mit der Zeit wurde sie verbessert.
Im 16. Jahrhundert war sie geradezu ein modisches Instrument. Wohlhabende Familien besaßen ganze Sammlungen von Blockflöten verschiedener Größe. Freunde luden sich gegenseitig zu Abenden mit Gesang und Blockflötenspiel ein. Um 1700 veränderte Jacques Hotteterre, der Enkelsohn des Erfinders von Oboe und Fagott, die einfache Blockflöte von Grund auf; von da an waren Tonhöhe und Stimmung einander angeglichen. Und von da an nahmen auch große Komponisten sich ihrer an. Es wurden Sonaten eigens für Blockflöten komponiert. Händel schrieb für sie, und in Bachs „Brandenburgischem Konzert Nr. 4“ hört man ihre schnellen Läufe.
Über hundert Jahre lang war die Blockflöte sehr beliebt, besonders, nachdem Hotteterre sie verbessert hatte. Dann wurde sie plötzlich durch die klangreichere Querflöte in den Schatten gestellt.
Der sanfte, weiche Ton der Blockflöte passt gut zu Bratsche und Cembalo; gegen die kräftigeren Instrumente wie Geige und Klavier, die damals gebräuchlich waren, konnte er sich weniger behaupten. Eine zeitlang gab es beide Flötentypen nebeneinander, dann führte die Blockflöte 150 Jahre lang ein Leben im Verborgenen.
1906 erwarb der Franzose Arnold Dolmetsch eine Blockflöte aus dem 18. Jahrhundert, die ihn so interessierte, dass er etwa 10 Jahre später die ersten modernen Blockflöten nach ihrem Vorbild bauen ließ.

Empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
Empfohlene Gruppengröße: Einzel- und Gruppenunterricht

Unterrichtstage

MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstag
Vormittag
Nachmittag
Abend

Praxisbeispiel