Lennart Uffmann

Schlagzeug, 60+
Lennart Uffmann

Alter

28 Jahre

Musikalische Vita

1996 Beginn privaten Schlagzeugunterrichts. 1997 Beginn autodidaktischer Gitarrenlehre. 1998 Gründung erster Band „Black Days“. 2001 Wechsel von Privatunterricht auf die Popularmusikschule Ostwestfalen (POW) in Bielefeld (Schlagzeug). 2003 Gründung zweiter Band  „Missionary Society“. 2004 Erste Auftritte in nächster Umgebung Rock am Teich (Neuenkirchen), Charlotte Rockt (Spenge), Rock Live (Bardüttingdorf), Beginn vieler selbstständiger, größtenteils rein akustischer Aufnahmen von Eigenkompositionen mit Gitarre und Gesang, Workshop „Taketina“ bei Dr. B. Burghardt, Bielefeld. 2005 Gesangsunterricht bei Bettina Landmeier (Werther), Teilnahme an dem Projekt „listen Bi“ (Chöre, Bands, Orchester) in Bielefeld (Boulevard), Leitung: Willem Schulz. 2005/06 Zahlreiche regionale  Auftritte mit Missionary Society, Konzeption und Durchführung von  Einführungskursen an der Vorschule für Musik Melle für Schlagzeug. 2005–08 Verschiedene musikschulinterne Konzerte mit unterschiedlichen Ensembles. 2006–08 Erste Teilnahme an Wettbewerben wie „Rock in der Region“ (Georgsmarienhütte) und „Battle  of  the Bands“ (Bielefeld), Erreichen des Viertelfinales in beiden Wettbewerben. 2007 Mitwirkung an einem Bandworkshop in Ulm. 2008 Gründung der Band „Lyrical Confusion“ und erster Auftritt bei der Diagonale Bielefeld (Oetkerhalle), Beginn privaten Klavierunterrichts, sowie Unterricht in Gehörbildung, Harmonielehre und  Musiktheorie. 2009/10  Intensive Studiumsvorbereitung und Beginn Studium Popularmusik an der Popacademy Enschede. 2011 Gründung der Band The Hoffs. 2012 erste EP „Fragen“ The Hoffs, Gründung der Band Paco Chains. 2013 Aufnahme Album „Krukum“ The Hoffs, 2014 Aufnahme EP „Empty Spaces“ Paco Chains. 2011–15 Zahlreiche Auftritte mit Paco Chains und The Hoffs in Enschede und Umgebung, Bielefeld, Cloppenburg, Osnabrück, Almelo, Gronau, Dortmund usw.
Nebenfach Songwriting: Beginn, Repertoire eigener Songs aufzubauen. Nebenfach Musicproduction: Umgang mit Musikprogrammen vertieft, eigene Produktionen, Aufnahme von Demo-Songs. Gründung Duo „Brandmann“.

Unterrichtskonzept

Unten folgt ein Modell-Lehrplan über 9 Jahre, mit einem besonders motivierten und fleißigen Schüler.
Mein Unterricht ist sehr flexibel und individuell, meist zu hundert Prozent auf den Schüler und seine Interessen, aber auch seine Stärken und Schwächen bezogen. Daher kann der durchgeführte Lehrplan stark von dem hier umschriebenen abweichen, solange ich das Gefühl habe, der Schüler braucht eher etwas anderes. Spaß und persönliche Entwicklung sind bei mir von großer Bedeutung. Ich als Schlagzeuglehrer bin eine Art Vorbild, eine Position, die man positiv bestärkend nutzen kann, um Kinder und auch ältere Menschen zu begeistern und zu motivieren.

Siehe auch unser Angebot 60+.

Lehrplan:  Motivierter/Talentierter Schüler
Phase A (2 Jahre):
Im ersten Jahr gehe ich mit dem Schüler die Notenlehre an. Anfangen werde ich mit der Erläuterung der Rhythmus-Pyramide. Spielerisch und mit leichten Übungen werde ich ihm dann allmählich Basis-Grooves und einfache Snaredrum-Etüden beibringen und das langsam mit Haltung (Stockhaltung, Sitzhaltung, etc.) und Dynamik (Ghostnotes, verschiedene dynamische Therme innerhalb der Etüden etc.) kombinieren. In dieser Phase wird viel gespielt, um dem Schüler vor allem viel Praxis und ein möglichst deutliches Bild der Funktion und Möglichkeiten des Instruments zu vermitteln. Nach einigen einfachen Beispielen fordere ich den Schüler früh auf, sich auch selbst eigene Fill-ins und Grooves auszudenken und aufzuschreiben. Auf diese Art und Weise erschließt und verfestigt sich das Notenverständnis und es fördert enorm die Kreativität des Schülers, auf welche ich persönlich besonderen Wert lege.

Im zweiten Jahr werde ich die Übungen aus Jahr eins in entwickelter und komplexerer Art fortsetzen und vertiefen. Hier werde ich besonders auf den „Groove“ eingehen und versuchen, diesen beim Schüler gut klingen zu lassen und ihm vor allem ein gutes und deutliches Bewusstsein zu schaffen, was dies bedeutet. Wir werden viel zusammen und zu Playalongs spielen. Im Laufe dieses zweiten Jahres werde ich zu gegebener Zeit mit ein wenig Technik beginnen (Rudiments, fortgeschrittenere Etüden, auf Paradiddle und anderen Rudiments basierende Fill-ins ausdenken und spielen etc.). Viel Wiederholung und Eigeninitiative des Schülers werden in dieser Phase groß geschrieben. Nebenbei werde ich dem Schüler in diesem zweiten Jahr verschiedene Taktarten und „feels“ näher bringen. Nun ist diese erste Phase abgeschlossen.

Phase B (2 Jahre):
Das erste Jahr der zweiten Phase schließt vorerst an die Rudiment-Übungen an. Die Technik wird nun (soweit von mir als angebracht eingeschätzt) mit Stick-Control (George Lawrence Stone) ausgebaut. Die erste Seite, Handsätze 1–8, werden von jetzt an regelmäßig gespielt, damit diese klassischen und praktisch nutzbaren Handsätze sich im Muskelgedächtnis des Schülers abspeichern. Ab dieser Phase motiviere ich den Schüler, sich selbst Songs auszusuchen, welche er gern spielen möchte und bitte ihn, diese Songs vorzubereiten. Außerdem werde ich auf sein Niveau abgestimmte Songs auswählen und zum Üben mitgeben. An dieser Stelle ist mir wichtig, dass der Schüler lernt, manche Songs imitativ zu spielen und dafür notwendigerweise dem Original-Schlagzeuger sehr aufmerksam zuhört. Im zweiten Jahr gehe ich mit dem Schüler über die mit Hilfe von Stick-Control gelernten Handsätze weiter zum „Freewheelen“. Eine Improvisation, bei der man möglichst frei Gebrauch von den verschiedenen Handsätzen macht, über das gesamte Set verteilt und auch nach und nach die Bassdrums integriert. In dieser Phase beginne ich auch, dem Schüler Songs mitzugeben (anfangs einfacher Art, versteht sich), die er ausnotieren soll. Der Rest dieses zweiten Jahres ist betont frei und nach Belieben des Schüler gestaltet. Seine Interessen mit den von mir entsprechend für nötig gehaltenen Koordinations- und Technikübungen werden diese Zeit gestalten.

Phase C (3 Jahre):
In dieser Phase wird natürlich Inhalt, der bisher vorkam, wiederholt, des Weiteren werden verschiedene Stile/feels wie Swing, Shuffle, Reggea usw. behandelt. Es wird dabei viel zu Musik (playalongs) oder auch zum Metronom gespielt. Bass/Snare paradiddle-Grooves, Sechstolen Fill-ins gemischt mit 16tel Noten, einen Schritt weiter in Stick-Control und verschiedene und untypische Taktarten (7/8, 9/8-Songs spielen, die diesbezüglich interessant sind, z.B. von Tool, Toto, Rivo Drei?). Außerdem wird in dieser Phase noch einmal sehr genau auf den Sound geschaut. Beschreiben, was den Sound eines Grooves ausmacht und wie wichtig er ist, funktioniert nicht immer; Hörbeispiele, die ich dem Schüler zeige, sind eine Möglichkeit. Hier wird also wieder anderen Drummern viel zugehört. In dieser Zeit wird der Schüler sich, wenn möglich (ich habe ebenfalls die Möglichkeit, den Schüler während des Unterrichts aufzunehmen), viel selbst aufnehmen, um optimal reflektieren zu können. Auf diese Weise kann er seinen Sound besser wahrnehmen und mit anderen Drummern vergleichen.

Phase D (2 Jahre):
In der letzten hier angeführten Phase versuche ich den Schüler vor allem langsam in die Richtung zu bewegen, dass er selbst auf die Suche geht, nach seinem präferierten Sound und Stil zu spielen. Für mich ist wichtig, dass Kreativität und Musikalität im Vordergrund stehen und vor allem, dass der Schüler seine eigenen Qualitäten herausfindet und diese in seinem Profil als Schlagzeuger verarbeitet.

Lehrerbeispiel