Klavier, Keyboard

Luca Sutto

Musikalische Vita

Luca Sutto ist Komponist, Pianist und Lehrer, geboren in Genua, Italien. Er begann sein Musikstudium mit dem klassischen Klavier und erhielt 2018 sein künstlerisches Diplom unter der Leitung von M‘ Roberto Guglielmo mit Beethovens Sonate op.111, J.S.Bachs Partita in c-Moll BWV826 und anderen Werken aus Chopin, Skrjabin und Saint-Saens.

Seit 2014 interessiert er sich auch für die Sprache des Jazz sowohl unter dem Gesichtspunkt der Performance/Improvisation als auch der Komposition.

2017 schloss er unter der Leitung von M‘ Alberto Tacchini mit Auszeichnung ab, mit einer Dissertation über die Sprache von Wayne Shorter in den sechziger Jahren

Im Jahr 2019 beendete er seine akademische Laufbahn, unterstützt von seinem Master of Composition Luca Tessadrelli, mit einem Master-Abschluss in klassischer Komposition: Mit seiner Dissertation, die sich auf die Kompositionstechniken von Bartók und Schostakowitsch und deren mögliche Neuinterpretation in der Moderne konzentrierte, erhielt er die Höchstnote cum laude.

Im Jahr 2019 gewann er den ORER-Wettbewerb, gesponsert vom Orchester Toscanini di Parma, das das symphonische Stück Voci Narranti aufführte. Seit 2019 beschäftigt er sich mit elektronischer Musik mit größerer Aufmerksamkeit und absolvierte ein einjähriges Postgraduiertenstudium in Hamburg unter der Leitung von Prof. Alexander Schubert.

Trotz seiner akademischen Ausbildung hat er viel Erfahrung auf den Bühnen gesammelt, so dass er in fast allen Musikgenres gut ausgebildet ist. So war Luca Sutto auch Elektro-DJ und Produzent sowie Front-Leader der Funk-Band „BlackJsus“ (mit Gitarre, Keyboards und Beatbox).

Unterrichtskonzept

Heutzutage kann jeder über Google und YouTube Zugang zu allen möglichen Arten von Wissen über Musik bekommen: der einzige Nachteil ist die sehr große Menge an Informationen, die unglaublich verstreut sind. Immer öfter lerne ich neue Schülerinnen und Schüler kennen, die bereits viel Wissen aus dem Internet erhalten haben, aber sie fühlen sich auch überfordert, so dass sich meine Rolle im Laufe der Jahre verändert hat: Ich denke, dass wir in Zukunft weniger schriftliche Methoden und mehr physische Tutoren brauchen, Experten, die ausgebildet sind, um zwischen dem rohen Wissen und der synthetischen Vermittlung dieses Wissens zu vermitteln, mit der richtigen Prise Spontaneität, die Intelligenz plastisch macht.

Jedes Mal, wenn ich einen Schüler zu unterrichten habe, frage ich mich, welche Stimme dieser Mensch hat, ob ich einen Schatten des persönlichen Stils erahnen kann, der mir den Weg durch seine Unerfahrenheit weist, und vor allem, wie viel Energie dieser Mensch braucht, um bestenfalls Leistung zu erbringen: Auch als ehemaliger Schüler, in den meisten Fällen, wenn ein Schüler sich geschätzt und angespornt fühlt, leistet er unermesslich mehr, als wenn er ängstlich unter Druck gesetzt wird.

Das ist im Grunde das Konzept der Vielfalt, das ich unterstütze: Auf der einen Seite nehme ich den kulturellen Hintergrund des Schülers und verwende ihn, um das Konzept der Lektion durch die Sprache, die er kennt, einzuführen – zum Beispiel, indem ich einem Schüler, der keine Musik lesen kann, einen bestimmten Rhythmus durch ein Stück erkläre, das er sehr gut kennt; auf der anderen Seite versuche ich, interdisziplinäre Verbindungen zwischen den verschiedenen Bereichen herzustellen – zum Beispiel, indem ich eine Kompositionstechnik mit einer Audioproduktionstechnik vergleiche, oder indem ich einen Synthesizer-Keyboard-Schüler zur Aufführung des Stückes anrege, indem ich ihn bitte, es in Gedanken zu orchestrieren, indem ich jede Melodie einem Instrument des Symphonieorchesters zuordne und so versuche, Vorurteile und Gattungshierarchien aufzubrechen.

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